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Kirchenchor St. Josef |
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Schevenhütte
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"M.G.V. Concordia - Kirchenchor Schevenhütte" von Lehrer Klaus Lieck
Im Jahre 1875 gründete der damalige Lehrer Wilhelm Dickmeis in Schevenhütte einen Männergesangverein, der sich den Namen "M.G.V. Concordia Schevenhütte gab. Dieser übernahm schon bald die Aufgaben eines Kirchenchors und nannte sich fortan "M.G.V. Concordia-Kirchenchor Schevenhütte". Neben der Schützenbruderschaft war dies zur damaligen Zeit der einzige Kirchliche Verein und stand in der Gemeinde in hohem Ansehen. Uber die Aufnahme neuer Mitglieder wurde jedesmal in einem geheimen Verfahren unter den Sängern abgestimmt, Chorleiter war in der Folgezeit zumeist der jeweilige Schullehrer. Daher fanden die Proben auch in einem Klassenraum der Schule statt. Zum Aufgabenbereich des Chores gehörte die Pflege des Gregarianischen Chorals, die Aufführung von mehrstimmigen Messen, Motetten und Geistlichen Liedern sowie die Förderung der Geselligkeit durch Pflege des weltlichen Chorgesangs. Uberhaupt spielte das Gemeinschaftsleben im Chor immer eine große Rolle. Im Sommer wurde jedes Jahr ein Waldausflug unternommen, und zu Weihnachten gab es eine Theateraufführung im Saal der "Alten Post". Gute Unterstützung fand der Chor immer durch den jeweiligen Pastor, der auch Präses war. Ein Höhepunkt in der Geschichte des Kirchenchors war die Feier des 50jährigen Bestehens im Jahre 1925, zu der 50 Chöre aus der weitesten Umgebung eingeladen waren. Die beiden Weltkriege brachten den Chorgesang fast zum Erliegen, da die meisten Männer zum Wehrdienst eingezogen waren, von denen leider einige ihr Leben lassen mußten. Während des zweiten Weltkrieges sammelte der damalige Pfarrer Robert Geimer eine Schar stimmbegabter Mädchen um sich mit denen er in dieser Notzeit den Chorgesang in der Kirche aufrechterhielt. So lag es nahe, daß diese Sängerinnen später in den Kirchenchor integriert wurden und dieser von da an ein gemischter Chor war. Diese Veränderung brachte auch eine Umstellung in der Literaturauswahl mit sich. Den stimmlichen und technischen Fähigkeiten der Chorsänger entsprechend wurde in den folgenden Jahren ein reiches Repertoire an geistlicher Chormusik erarbeitet. Bei einer durchschnittlichen Mitgliederzahl von 25 - 30 Sängern war der Chor jederzeit in der Lage, die Gottesdienste dem Kirchenjahr entsprechend musikalisch zu gestalten. Seit der Einführung des alljährlich stattfindenden Pfarrfestes 1973 war es Brauch, jeweils einen Kirchenchor aus der Region einzuladen, mit dem gemeinsam der Festgottesbienst bestritten wurde. Dadurch entstanden Verbindungen und Freundschaften zu vielen Chören und Chorsängern, die bis heute geblieben sind. Zum 100-jährigen Bestehen des Chores fanden im Laufe des Jahres 1975 verschiedene Veranstaltungen statt, bei denen sich zeigte, daß der Chor einen für die kleine Gemeinde verhältnismäBig hohen Leistungsstand hat. Höhepunkt war eine kirchenmusikalische Feierstunde am 12 Oktober 1975, bei der unter anderen Werken eine doppelchörige Motette von Gabrieli gemeinsam mit der Evangelischen Kantorei Stolberg zur Aufführung gelangte. Der Kirchenchor hat
immer großen Wert darauf gelegt, einen guten Kontakt zur Gemeinde zu
haben. So unterstützt er den Kirchengesang bei der Einführung neuer
Kirchenlieder oder singt mehrstimmige Kationalsätze im Wechsel mit der
Gemeinde. Etwa 40 inaktive Mitglieder zeigen ihre Verbundenheit zum Chor und
werden regelmäßig zu geselligen Veranstaltungen |
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Aufgaben Musikalische
Gestaltung der Gottesdienste (Gregorianischer Choral, Motetten, mehrstimmige
lat. Messen, neue geistliche Lieder, Unterstützung des Gemeindegesanges),
Pflege geselliger Chormusik, Unterstützung des Gemeindelebens durch aktive
Teilnahme an Veranstaltungen.. |
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Chorleiter Wilhelm Dickmeis, Peter Lenzen, Heinrich Houben, Wilhelm Heidbüchel, Siegfried Lautermann, K. J. Winkelius, Hans Charlier, Klaus Lieck, Josef Behrens, Maria Gsella-Abrahamjan, Elisabeth Bayer, Holger Weimbs |
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28 März 1998 |