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Die Bildwiederholfrequenz sagt aus, wie oft ein komplettes Bild pro Sekunde auf dem Bildschirm neu geschrieben wird. Durch ein großes Mischmasch aus der Terminologie deutscher und englischer Computer- und Fernsehtechnik kann sie auch als Bildfrequenz, Bildwiederholrate, Vertikal-Frequenz, vertikale Ablenkfrequenz und neuerdings auch als Bild-Refreshrate in den Bedienungsanleitungen auftauchen.
Die Zeilenfrequenz (o.a. Horizontal-Frequenz, Zeilenablenkfrequenz, horizontale Ablenkfrequenz) besagt dem gegenüber, wie viele Zeilen pro Sekunde auf dem Schirm gezeichnet werden.
Bild- und Zeilenfrequenz hängen dabei in Verbindung mit der Auflösung starr voneinander ab. Eine ganz normale VGA-Karte ohne Ergonomische Ansprüche präsentiert das Bild im Textmodus (720x400) mit 70Hz Bildfrequenz. Wenn 70mal pro Sekunde 400 Zeilen geschrieben werden, ergibt das eine Zeilenfrequenz von 400x70Hz, also 28kHz. In Wirklichkeit werden aber noch als Synchronisationshilfe einige nicht sichtbare Zeilen geschrieben, so daß die Zeilenfrequenz real bei 31.5kHz liegt (etwa 10-15 Prozent Zuschlag).
Da reine VGA-Monitore nur diese eine, feste Zeilenfrequenz synchronisieren können, muß diese auch für den Grafikmodus mit 640x480 Bildpunkten eingehalten werden. Weil jetzt aber mehr Zeilen anfallen, dürfen diese nicht mehr so oft geschrieben werden. Das läßt sich erreichen, indem man die Bildfrequenz auf flimmernde 60Hz senkt (480x60Hz=28.8kHz).
Anders ist es bei Mehrfrequenzmonitoren, die einen großen Bereich an Bild- und Zeilenfrequenz sychronisieren können. Dennoch muß man stets die beiden Grenzfrequenzen separat im Auge behalten.
Aus der Zeilenfrequenz und der Pixelzahl in horizontaler Richtung läßt sich auch der Pixeltakt errechnen. Bei 1024x768 Bildpunkten und einer ergonomischen Bildfrequenz von 72Hz ergeben sich rund 64kHz. Wenn pro Zeile 1024 Pixel angezeigt werden, muß der Pixeltakt 1024x64kHz, also 64MHz betragen. Da aber auch hier einige zusätzliche, nicht sichtbare Bildpunkte für Synchronzwecke anfallen, ist ein Korrekturfaktor von 15 Prozent anzusetzen, so daß sich etwa 75MHz Pixeltakt ergeben.
Hilfe bei der Monitorwahl
Nichts ist bei der täglichen Arbeit am Computer so anstrengend wie ein flimmerndes Monitorbild. Im Interesse Ihrer Gesundheit sollten Sie darauf Wert legen, mit einem möglichst flimmerfreien Bild zu arbeiten. Nach allgemeiner Einschätzung ist eine Bildwiederholfrequenz von mindestens 70Hz für ein ergonomisches Arbeiten erforderlich. Je nach gewählter Grafikauflösung muß ein Monitor eine bestimmte Mindest-Zeilenfrequenz verarbeiten, um das Bild mit einer bestimmten Bildwiederholrate darstellen zu können. Je höher die Auflösung und die Bildwiederholfrequenz, desto höher muß auch die Zeilenfrequenz sein.
In der Tabelle finden Sie typische VGA- und Super-VGA-Grafikauflösungen und verschiedene Bildwiederholfrequenzen. Anhand der unterschiedlichen Kombinationen können Sie sehen, welche Mindestanforderung Sie bezüglich der Zeilenfrequenz an Ihren Monitor stellen müssen. Soll beispielsweise bei einer Auflösung von 800x600 Bildpunkten eine Bildwiederholfrequenz von 72Hz erreicht werden, muß der Monitor mindestens 48kHz Zeilenfrequenz verarbeiten.
Die Werte in der Tabelle repräsentieren typische Standard-Timings für die verbreiteten Auflösungen. Wenn Sie jedoch den Wert für eine andere, abweichende Auflösung benötigen, hilft folgende Faustformel:
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