zur Person


Name Johannes Tilman Josef Esser
Geboren 26 Dez 1782, Schevenhütte
Gestorben 12 Mai 1855, Schevenhütte42
Bestattet 16 Mai 1855, Schevenhütte^26,2
Beruf Reid-Meister; Ortsvorsteher; Kirchenrendant; Kaufmann; Eisengießereibesitzer20,37
Alias Tilman Josef; Johannes Tilmannus Josephus Ehser
Vater Johannes "Sigismund" Arnold Esser (1746-1804)
Mutter Gertrude Leers (1743-1795)
Sonstige Bemerkungen
Tilman Joseph Esser war der letzte Reidmeister von Schevenhütte. Die Besitzer der Eisenwerke waren die sogenannten Reidtmeister. Nach ihnen nannte sich das Werk Reitwerk (reit von "bereiten", d.h. das Eisen in Öfen, Schmieden und Hämmern bis zur Brauchbarkeit bearbeiten.80 In der Jülicher Herrschaft waren Forstmeister und Rentmeister dem Moschauer Amtmann als wichtigste Gehilfen beigeordnet. Ziemlich regelmäßig war seit der Mitte des 17. Jahrhundert das Rentmeisteramt mit dem des Schultheißen verbunden.10

Tilman Josef Esser war die treibende Kraft der Spezialgemeinde Schevenhütte in ihren jahrelangen Klagen und Prozessen gegen die Eigentümer des Hochwaldes. Mitte des 19. Jahrhunderts machten die neuen Besitzer des Hochwaldes den Schevenhüttern die Weiderechte streitig, die sie für ihr Vieh in den Wäldern um Schevenhütte besaßen. Diese jahrzehntelangen Streitigkeiten und gerichtlichen Auseinandersetzungen führten letztendlich dazu, daß den Schevenhütter spezielles Weideland zur Entschädigung für das verlorene Weidgangsrecht gegeben wurde. Die anschließend gegründete Weidegenossenschaft und die reservierten Weideflächen bestehen noch heute.62^81

1782 bis 1855:É In seinem Leben fallen die Ablösung der Territorien durch die Fränkische Republik, dieser durch Preußen, sowie die Abwanderung der heimischen Hütten- und Hammerwerke zu den Kohlenfundstätten, zu ergiebigeren Erzlagern oder zu Wasserstraßen. Mit all seinen großen Kräften hat er sich dagegen gesträubt, diesem Zug zu folgen und die Heimat aufzugeben, in der seine aus Kornelimünster herübergekommene Familie seit 150 Jahren die Reidwerke betrieben hatte."61

1808:É Unter dem Deservitor Johann Franz Spöltgen (1805-1811) reisten am 25 Jan 1808 Tilmann Joseph Esser und der Küster Christian Scholl nach Aachen und überreichten dem Bischof nochmals eine Bittschrift um Erhaltung der Pfarre, wofür sie laut Kirchenrechnung ihr Auslagen mit 12 Reichtalern vergütet erhalten.15

1808:É Er tritt er als Gemeindevorsteher von Heistern auf (29 Oct 1808)19

1827:É Zusammen mit Jeremias Reidt erhielt er 1827 vom Oberberghauptmann eine neue Konzession zum Betrieb der Eisenwerke in Schevenhütte.82

1835 bis 1837:É Bürgermeister der Gemeinde Gressenich23^27

um 1818:É Zur Zeit des Pfarrers Johann Daniel Hansen (1813-1818) wurde unter dem Ortsvorsteher Tilmann Joseph Esser auf dem Pfarreigentum (Kataster Flur V, Nr. 1400) unmittelbar an das Pfarrhaus anstoßend, die alte Schule nebst Lehrerwohnung errichtet.

1855:É In seinem Sterbeeintrag wird darauf hingewiesen, daß er 1849 ein großes eisernes Kreuz für den Friedhof schmieden ließ. Dieser neue Friedhof wurde am 26 Aug 1849 durch Dekan Rieck aus Büsbach-Stolberg eingeweiht. Die Herstellung des Friedhofskreuz war jedoch ein erheblicher finanzieller Aufwand für die Gemeinde.26

1870:É Man stiftet Messen für das Ehepaar Esser-Faymonville.

Todesursache:É Altersschwäche

Personen Nº:É 320811

Bild:É Tilman Joseph Esser

2. Geburtsdatum:É 27 Dec 1782
:É [Abschrift], Seite 150-158
Ehegatten
1 Anna Catharina Faymonville
Vater Johann Hermann Josef Faymonville (1741-)
Mutter Catharina Walburga Rüth (1763-)
Kinder Sofia Josefina (1814-1885)
Johanna Margarethe (1816-1844)
Christina Wilhelmina (1818-)
Michael Josef Sigismund (1820-1852)
Maria Antonia Catharina (1822-1842)
Wilhelm (1824-1913)
Johannes Karl Josef (1827-1902)
Salome (1829-1830)
Maria Josefine Emilia (1832-1901)
Letzte Änderung 4 Jan 1998 Erstellt 10 Jan 1998 mit Reunion für Macintosh

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