zur Person


Name Hans Beermann
Geboren 2 Dez 1905, Mettingen, Westfalen
Gestorben 20 Aug 1988, Lohmar-Neuhonrath
Beruf Dekorationsmaler; Künstler
Vater Felix Beermann
Sonstige Bemerkungen
Hans Beermann erlernte im elterlichen Betrieb den Beruf des Dekorationsmalers. Danach besuchte er vier Jahre lang, als Schüler der Professoren Kriete und Pötter, die Folkwangschule in Essen, war einige Jahre als Bühnenbildner in den Niederlanden tätig, kehrte 1931 nach Deutschland zurück, legte die Gesellenprüfen 1931 in Essen, und die Meisterprüfung 1934 in Düsseldorf ab. Ab 1934 widmete er sich gänzlich der Malerei als Freischaffender. Nach den Kriegsjahren 1939 bis 1945, die Hans Beermann als Frontsoldat erlebte - er kämpfte im Hürtgenwald und wurde verwundet - übernahm er 1946 das elterliche Malergeschäft in Essen, wo er mit mehreren Kunstmalern und Bildhauern 1948 den Wirtschaftsverband Bildender Künstler Ruhr ins Leben rief.
Seit 1952 gehörte er als Mitglied und Ehrenmitglied auch dem Ruhrländischen Künstlerbund Essen an. Die Tätigkeit als Leiter der überbetrieblich en Schule, der Kunstgewerbeschule Essen, mußte Hans Beermann 1963 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

É Sonstiges: 1964 zog er in die Hohlstraße von Schevenhütte, wo er bis 1980 als Freischaffender wirkte und seine fruchtbarste Schaffensperiode als Künstler hatte. Während dieser Zeit vollzog sich auch seine Hinwendung zu der figurativen Malerei, wobei Beemann eine reizvolle mystische Bildsprache entwickelte. Seine Exponate, die auf zahlreichen Austellungen im Forum Essen, im Malkasten Düsseldorf, im Museum Witten, in Löhne, in Bernkastel, im Suermondt-Museum Aachen, Stadt Jülich, Eschweiler, Stadt Stolberg und in Grado (IT) zu sehen waren, fanden einen großen Liebhaberkreis, vor allem in der Aachener Region. Nach dem Tode seiner aus Hamich stammenden Frau Veronika siedelte er 1980 zu seiner Tochter nach Lohmar-Neuhonrath im landschaftlich schönen Aggertal über, wo er bis zu seinem Tode zurückgezogen lebte. Noch bis 1987 hat der willenstarke Westfale den zunehmenden Altersbeschwerden getrotzt und seine künstlerischen Inspirationen mit nie versiegelnder Freude am Malen in kleinformatigen Mischtechnik-Serien dargestellt (AN-Nº 194. 22 Aug 1988)17
:É In seinen jüngsten Werken wurde Beermann mit der Farbe sparsamer. Er bevorzugte zarte Blau- und faszinierende Grau- und Brauntöne, die dem Naturhaften am nächsten kommen. Mystische und symbolische Elemente gehören zur Eigenart der Beemann-Bilder und verraten den Hang des Westfalen zur "Spökenkiekerei", wie sie in seiner angestammten Heimat charakteristisch für die dort lebenden Menschen ist (OA, 12 Nov 1980)17

Gewohnt:É Hohlstraße, Schevenhütte
:É Hermannstädter Straße 5, Lohmar-Neuhonrath

Literatur:É "Hans Beermann - Werk und Mensch", 68 S., erschienen 1977 im Burg Verlag Hamacher KG, Stolberg
:É Die Sammlung Hans Beermann, Lauenmühlen & Dierichs, Bochum, Anzeigerhaus, ca 1965

Mitglied:É Ballonfahrtvereins Essen, Essen
:É Heimat- und Verkehrsverein Schevenhütte e.V., Schevenhütte(~1970)
Ehegatten
1 Veronika Schumacher
Vater Christian Schumacher
Mutter Catharina Hammerschmidt (1881-1977)
Kinder Ingeborg
Erwin
Letzte Änderung 4 Jan 1998 Erstellt 10 Jan 1998 mit Reunion für Macintosh

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